Symptome Diabetischer Fuß

Aufgrund von Nervenschädigungen müssen Diabetiker besonders gut Acht auf ihre Füße geben
Die Symptome und Folgen des diabetischen Fußsymptoms sind vielfältig. Typische Erscheinungen sind eine trockene Haut, unbemerkte Verletzungen und eine gestörte Bewegung.

Unbemerkte Verletzungen

Es gibt verschiedene Symptome des Diabetischen Fuß. Wer gesund bleiben will, so heißt es, der sollte durchschnittlich 10.000 Schritte pro Tag gehen. Selbst wer einen Bürojob ausübt, läuft im Schnitt bereits 2.000 – 3.000 Schritte am Tag. Nun stellen Sie sich einmal die Belastung für Ihre Füße vor, wenn Ihre Schuhe bei dieser täglichen Übung zu eng sind oder nicht richtig sitzen.

Aufgrund von Nerven- und Gefäßschädigungen als häufigste Ursache des Diabetischen Fußsyndroms kann es zu unbemerkten Gewebeschäden und Verletzungen kommen. Das fehlende Schmerzempfinden lässt zum Beispiel Engstellen oder Steinchen im Schuh nicht mehr rechtzeitig erkennen. Eine Folge sind fortschreitende, oft entzündliche Geschwüre an den Füßen.

Trockene Füße

Eine typische Begleiterscheinung ist die Beeinträchtigung der Schweißbildung, was zufolge hat, dass die Haut austrocknet. Hält unsere Haut nicht mehr genügend Feuchtigkeit, so reißt sie ein. Wo tiefe Risse entstehen, können Bakterien eindringen. Die beste Vorsorge stellt eine umfassende tägliche Fußpflege mit Pflegecremes oder Pflegeschäumen dar.

Gestörte Bewegung

Stellen Sie sich einmal vor, Sie bekommen keine Rückmeldung mehr von Ihren Füßen und verspüren weder die Tiefe der Treppenstufen noch den steinigen Untergrund. Dann kann es passieren, dass Sie Ihr Gehverhalten unbewusst ändern und Ihre Füße fehlbelasten.

Die diabetische Nervenschädigung hat zur Folge, dass Bewegungsabläufe der Füße und Beine gestört sind und es zu Bewegungsauffälligkeiten kommt. Dies kann zu Fehlbelastungen und Fehlstellungen führen, die wiederum Druckstellen verursachen und die Hornhautbildung verstärken. Zudem kann eine Fehlbelastung Druckgeschwüre (Ulzera) verursachen.

Die Folgen der Nervenschädigung – Ein Beispiel aus dem Alltag

Die Problematik der Fehlbelastung lässt sich gut an einem praktischen erklären: Sie stehen an einer Bushaltestelle und warten auf den nächsten Bus. Bis dieser nach 20 Minuten eintrifft werden Sie – zum Teil unbewusst – Ihre Füße mehrmals bewegen und sie be- und entlasten. Das dauerhafte Stehen auf derselben Stelle empfinden Sie als unangenehm.

Anders ergeht es dem Diabetiker mit Nervenschädigung: er wird diese unangenehmen Empfindung nicht wahrnehmen und seine Position seltener ändern. An den Druckstellen sinkt die Durchblutung in seinem Fuß. Geschieht dies regelmäßig, kann es das Risiko der Entstehung eines Druckgeschwürs steigern. Die Unterstützung durch ein intelligentes Alarmsystem, etwa mithilfe einer „intelligenten“ Schuheinlage, könnte helfen, bei Fehlbelastung rechtzeitig zu reagieren.

Der Charcot-Fuß

Eine weitere Folge von Nervenschädigungen ist die gesteigerte Durchblutung der Knochen am Fuß, deren Kalkgehalt abnimmt. Hierdurch fällt die Knochenfestigkeit unter einen kritischen Wert, sodass es zu spontanen Brüchen kommen kann. Das Krankheitsbild hat den Namen „Charcot-Fuß“.

Wundheilung ernstnehmen

Wunden, die man nicht verspürt, entlastet man auch nicht bewusst. Das fehlende Schmerzempfinden stellt daher für den Diabetiker eine Gefahr dar. Bei Wunden wird der Patient für gewöhnlich angehalten im Bett zu bleiben, um seinen Fuß maximal zu entlasten. Gebräuchlich sind zudem Vorfuß- oder Fersenentlastungsschuhe. Wird die Bettruhe nicht eingehalten kommt es zu weiteren Druckgeschwüren. In schweren Fällen kann in letzter Instanz eine Amputation von Zehen, Fußanteilen oder Extremitäten drohen. Jährlich werden alleine in Deutschland etwa 30.000-45.000 Fußamputationen beim Diabetischen Fußsyndrom vorgenommen, was ca. zwei Drittel aller nicht-traumatischen Fußamputationen entspricht.

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