Prophylaxe Diabetischer Fuß

Durch Vorbeugemaßnahmen können die meisten Komplikationen wie ein Diabetischer Fuß vermieden werden
Der regelmäßige Gang zur medizinischen Fußpflege kann dazu beitragen, einem Diabetischen Fuß vorzubeugen.

Wie Sie Problemen vorbeugen

Einfache Empfehlungen zur täglichen Inspektion und Pflege der Füße stellen die wirksamsten Maßnahmen bei der Prävention des Diabetischen Fußsyndroms dar. Hier die wichtigsten Regeln, die Sie beachten sollten:

  1. Bevor Sie Ihre Schuhe anziehen, sollten Sie diese jedes Mal nach Druckstellen oder Gegenständen wie kleinen Steinchen inspizieren. Zudem gibt es spezielle Diabetikerschuhe und Diabetikereinlagen, die orthopädische Schuhmacher nach Hinweisen der Mediziner individuell anfertigen. Diabetikerschuhe bieten Schutz vor Stößen von außen. Diabetikereinlagen tragen dazu bei, eine optimale Druckverteilung innerhalb des Schuhs herzustellen und eventuelle Fehlbelastungen zu korrigieren. Ergänzend können Sie Diabetikersocken verwenden, die ohne Gummiband am Bund und ohne Nähte am Zehenbereich angefertigt werden um weitere Druckstellen zu vermeiden. Allerdings bieten diese Hilfsmittel lediglich eine passive Unterstützung. Vor Verletzungen oder Fehlbelastungen werden Sie nicht gewarnt.
  2. Daher sollten Sie regelmäßig nachschauen, ob Ihre Haut Verletzungen oder Defekte aufweist.
  3. Bei geringsten Veränderungen der Haut (zum Beispiel bei Rötung) sollten Sie unbedingt die Füße schonen und hochlagern.

Gehen Sie regelmäßig zum Arzt

Sie sollten in regelmäßigen Abständen zur Kontrolluntersuchung Ihren Arzt aufsuchen und sowohl Ihre Füße als auch Ihr Schuhwerk, Ihre Einlagen und Socken begutachten lassen (Nationale Versorgungsleitlinien). Zudem werden je nach individueller Risikoeinstufung regelmäßige Arztbesuche empfohlen:

  • Keine vorliegende Nerven- und / oder Gefäßveränderungen: 1x jährlich
  • Vorliegende Nervenschädigung (sensorische Neuropathie): 1x alle 6 Monate
  • Vorliegende Nervenschädigung (sensorische Neuropathie) und Zeichen einer Gefäßveränderung (periphere arterielle Verschlusskrankheit) und / oder Fußdeformität: 1x alle 3 Monate
  • Bereits aufgetretene Wunde am Fuß (Ulkus): 1x alle 1-3 Monate

 

Quelle: Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien, publiziert 2006 und aktualisiert 2010.

Wichtig: Dieser Beitrag dient nur als allgemeiner Hinweis und ist nicht als Anleitung zur Diagnose oder Behandlung bei Fußproblemen zu verstehen. Bei Komplikationen sollten Betroffene in jedem Fall ihren Arzt konsultieren.

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